USB-Plattenspieler in Zukunft immer mehr Nischen-Produkt

Plattenspieler haben in den vergangenen Jahren ein gewisses Revival gefeiert: immer mehr junge Leute wollten die Platten ihrer Eltern wieder im Original hören. Auch auf Flohmärkten konnte man diesen Trend hin zum Vinyl beobachten. Viele empfinden die Musik über den Plattenspieler als charakteristischer und besser. Allerdings zeigen die Zahlen deutlich, dass das trotzdem mehr eine Nischenerscheinung bleibt. Denn die Entwicklung und Absatzzahlen zeigen deutlich, dass wir in Zukunft Musik digital konsumieren. Bereits seit 2008 gibt es auch einen Plattenspieler mit USB-Schnittstelle, um alte Musik zu digitalisieren.
Plattenspieler digital

Musik kommt digital ins Haus

Auch wenn man Schallplattenspieler im Vergleich sieht, bemerkt man den Trend hin zur USB-Schnittstelle. Mittlerweile haben einige Anbieter nachgezogen. Auch sonst zeigt sich deutlich, dass Plattenspieler heute mit deutlich mehr Technik ausgestattet sein müssen. Dass liegt zum einen daran, dass vor allem Profi-DJs den Abnehmermarkt darstellen, aber auch an einem gesteigerten Anspruch von privaten Konsumenten.

Absolut out scheint dagegen die CD zu sein. Auf der IFA der letzten Jahre werden hier kaum mehr neue Geräte vorgestellt. Der Markt rüstet sich für die Digitalisierung der Musik. So können immer mehr Abspielgeräte online streamen und so Musik zur Verfügung stellen. Andere Hersteller produzieren viel mehr Boxen und Soundsysteme, an die man MP3-Player oder Tablets anschließen kann.

Dennoch: Musikindustrie lebt noch vom CD-Verkauf

Noch immer baut die Musikindustrie auf dem Absatzmarkt auf die CDs trotz abfallender Verkaufszahlen. 2011 wurden weltweit zwar noch rund 11 Milliarden US-Dollar mit dem Verkauf von CDs erwirtschaftet, allerdings bedeutete dies eine Abnahme um rund neun Prozent. Im Online-Verkauf steigen die Zahlen kontinuierlich und so konnten im vergangenen Jahr erstmals mehr als 5 Milliarden US-Dollar mit dem Verkauf von digitaler Musik erwirtschaftet werden. (Quelle) Schallplatten spielen freilich in diesen Verkaufszahlen keine signifikante Rolle.

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