Lautstärke auf Kosten der Klangqualität

LautstärkeEin gegenseitiges Antreiben zwischen jenen Musikkonsumenten, die sich gerade zu in einem Lautstärkenwahn zu befinden scheinen, und der Musikindustrie führt dazu, dass die Produzenten in eben diesem Wahn Tonabmischungen immer mehr an dem verlieren, was einmal als Qualität bezeichnet wurde. Am Angesagtesten ist, was am lautesten durch schlechte Anlagen und völlig überlastete Lautsprecher gepresst wird.

Die Musikproduzenten, deren Erfahrungswerte einen bedeutenden Schwerpunkt in der Aufzeichnung von Musik darstellten und ihr Können an der Präzision der Aufzeichnung gemessen wurde, sehen sich nun im Zugzwang mit dem Ruf nach Lautstärke der Konsumenten. Neben der Präzision ist auch eine gewisse Dynamik der Arbeit verloren gegangen. Resultat aus dieser Entwicklung ist gezwungenermaßen die geradezu dramatische Verschlechterung der Klangqualität in durchgehend allen Bereichen.

Die Musikproduktion passt sich an

Der Musikproduktion bleibt über Kurz oder Lang nicht weiter viel übrig als sich anzupassen und so geraten die Musikproduzenten geradezu in die Zwangslage, dem Drängen der Plattenfirmen nachzugeben, indem Sie den Druck weitergeben auf die Toningenieure, die Aufnahmen in einem gleich bleibenden, sehr hohen Lautstärke Pegel durchzuführen.

Wenn im Radio die Werbung immer lauter eingespielt wird als die Musik

Auch dieser Aspekt sollte nicht all zu weit in den Hintergrund rücken. Eingangs wurde bereits darauf hingewiesen, dass bei der Beleuchtung eine gewisse Streuung von Nöten ist. Es ist ein Konkurrenzkampf, den es nicht zu verlieren gilt. Die Musikproduzenten müssen sich durchsetzen gegen die Konkurrenz in ihren eigenen Reihen und gegen die Werbung im Radio, die immer mit einer höheren Lautstärke eingeblendet wird. Hier kommt der Begriff „Loudness War“ her.