Entstehung der Schallplattenindustrie

Kommerzieller Erfolg

1900 ist das Jahr, in dem der große kommerzielle Erfolg eintrat. Da der Schutz durch Patentrechte nicht von nennenswertem Format war, hatte dies zur Folge, dass insbesondere in Europa sehr viele Unternehmer dazu übergingen, die Produktion von Schallplatten und Abspielgeräten selbst aufzunehmen. In der heutigen Zeit ein eher schwierig durchsetzbares Anliegen, damals aber durchaus nicht unüblich.

Ein eigener Industriezweig

Es dauerte überhaupt nicht lange, nämlich nur einige wenige Jahre, bis sich ein eigener Industriezweig bildete. Dieser Industriezweig hatte seine Schwerpunkte in den Städten London, Paris, Hannover, Berlin und Wien entwickelt. Er stellte sich später dann auch als besonders innovativ und schnelllebig heraus.

Die Konkurrenz und die konkurrierenden Systeme

Wenn Sie an die heutige Computer-Industrie oder an Betriebssysteme denken, werden Ihnen gleich der eine oder andere Name oder Begriff einfallen, oder Hersteller, deren Produkte mit keinen anderen kompatibel sind. Das ist auch eine Art von Abgrenzung, anders sein, zu signalisieren versuchen: wir sind besser. Neue Anschaffungen, um mit dem Gerät von diesem Hersteller etwas mehr anfangen zu können, sind gekoppelt an den Zwang, diese nur wieder von eben diesem Fabrikat verwenden zu können. Die konkurrierenden Systeme damals waren eben genauso nicht kompatibel miteinander.

Sieger

Am Ende siegte die Schellackplatte. 1896 ging der Erfinder Emil Berliner dazu über, eine in New Jersey hergestellte Pressmasse zu verwenden. Diese Masse bestand zum größten Teil aus Schellack, und sah von einer weiteren Verwendung vom Hartgummi ab.

Woraus bestand die Schellackplatte?

Schellack wurde eigentlich nicht für Berliner und seine Schallplatten erfunden, sondern für Isolatoren. Die Schellackplatte bestand aus Bariumsulfat, Schiefermehl, Ruß, Baumwollflock mit Schellack zu einer Masse verbunden.