Durchbruch der Vinylschallplatte

Nicole Records

Nicole Records suchte nach einer günstigeren Alternative ohne Qualität einbüßen zu müssen. Schellack war als Material für den Industriezweig teuer und auch in der Produktion aufwendig. Für Nicole Records sollte die Alternative also weniger aufwendig in der Produktion oder Herstellung und als Material als solches günstiger sein. Günstigere synthetische Kunststoffe sollten als Ersatz für das Naturprodukt dienen. Nicole Records Versuche oder Suchen fanden zu Beginn der industriellen Schallplattenproduktion statt und scheiterten.

Dr. Peter Carl Goldmark

Der Physiker Dr. Peter Carl Goldmark, ungarisch-amerikanischer Abstammung, stellte eine weitere Größe in der Entwicklungsgeschichte der Schallplatten dar, in dem er am 21.06.1948 die Vinyl Schallplatte erfand.

Columbia

Der Start der Produktion schon im darauf folgenden Jahr hätte für die damalige Zeit kaum schneller aufgenommen werden können. 1949 begann also die Plattenfirma voller Tatendrang mit der Vorstellung der ersten Kunststoffplatte. Sie war eine so bezeichnete 30-Zentimeter-Platte und war abzuspielen mit 33 1/3 Umdrehungen pro Minute (UpM) und namentlich, jetzt werden einigen von Ihnen die Erinnerungen kommen, als „long playing record“, uns als Langspielplatte bekannt, in der Öffentlichkeit.

RCA Victor

Noch Ende der 1940er Jahre, unmittelbar auf Columbia mit ihren 30 cm Langspielplatten (oder auch 12 Zoll Langspielplatte) mit 33 1/3 Umdrehungen pro Minute und kleinem Mittelloch, folgte RCA Victor mit der 18 cm Schallplatte (7 Zoll Schallplatte) mit 45 Umdrehungen pro Minute und großem Mittelloch.

Warum jetzt noch die 7 Zoll Schallplatte?

Rufen wir uns kurz in Erinnerung, dass fast alle Musikstücke etwa 5 Minuten Sätze aufweisen, ist es zu erwarten gewesen, dass es nun auch bald einzelne Sätze zu kaufen geben musste.
Das Problem bestand in der nicht vorhanden Kompatibilität, das heißt man musste sich entscheiden, entweder für das eine oder für das andere Format. Beide Formate konnte man bis dahin nicht an ein und demselben Gerät abspielen. Hier kommt der Begriff „Battle of the Speeds“ her.

Comeback

Wer von Ihnen die technischen Entwicklungen, was Tonträger und Abspielgeräte angeht, ein kleines Bisschen mitverfolgt, dem ist sicher nicht entgangen, dass es ein kleines Comeback der Vinyl Schallplatte zu verzeichnen gibt. Im Jahr 2006 wurden 600.000 Langspielplatten verkauft, im Jahr 2007 schon 700.000 und im Jahr darauf 900.000 Stück. Das ist eine Zunahme von 50 Prozent. Aber noch mal im gesamten betrachtet, bedeutet dies, dass auf das Geschäft mit den Langspielplatten nur knapp ein Prozent des Umsatzes des Musikmarktes in Deutschland entfällt. Dennoch erhielt die Langspielplatte von dem Bundesverband der Musikindustrie die Bescheinigung als „Comeback des Jahres“.