Das Musikangebot

Oldies

Für den Oldie-Fan eröffnen sie mit einem Plattenspieler ganz andere Welten. Unzählige Songs, die nie auf CD gebrannt wurden, bilden eine never ending Story. Tauschbörsen, Flohmärkte und viele andere Möglichkeiten, immer neue alte Musik zu suchen, zu entdecken, fordern heraus, nicht nur blind zu konsumieren, was einem Radiosender vorschreiben.

Möchten wir die unzähligen Versionen?

Wenn Sie sich heute ein Lied kaufen möchten, bekommen sie auf der CD mehr als sie haben wollten. Hemmungslos ist dieses eine Lied in durchschnittlich fünf Versionen hintereinander gebrannt. Es erweckt schon fast den Anschein, als sollen die Abänderungen eine Rechtfertigung für den Preis darstellen. Wenn dem so ist, kommt man dem Käufer wohl eher entgegen, indem man darauf verzichtet.

Der Erfolg bringt auch Gefahren

Auch heute kommen wir nicht darum herum, uns über Billigpressungen von Schallplatten zu ärgern, denn selbstverständlich sehen sich auch nicht seriöse Geschäftemacher geradezu aufgefordert, sich an dem Erfolg der Schallplatte zu beteiligen. Zum Beispiel die Wiederveröffentlichungen mit Lizenz von „Universal Russia“, die hervorragend gepresst sind und ein ansprechendes Cover haben, klingen eher als seien sie einfach von CD s überspielt worden. So kann man bitter enttäuscht sein, in der Erwartungshaltung nach dem Auflegen der Platte den typischen Langspielplattenklang zu genießen. Denn die Differenz ist gewaltig.

Boom

Bei den wenigen Herstellern, die noch heute in der Lage sind Platten in der in den USA, in Deutschland, Holland oder England für damalige Verhältnisse sowie für die heutigen hohen Qualität der 70er Jahre zu pressen, haben alle Hände voll zu tun, denn 2010 erlebt die Schallplattenbranche einen regelrechten Boom.

Gebrauchtsektor

Schätzungsweise 80 bis 90 Prozent des Geschäfts mit den Platten spielen sich auf dem Gebrauchtmarkt ab. Wohl auch deshalb weil bei den neueren Platten immer wieder durch Bösewichte die Gefahr steckt, einfach nur eine Überspielung von CD zu bekommen.

Der durchschnittliche Käufer

Der durchschnittliche Plattenkäufer von heute versucht sich das Beste von allem erhältlichen zu gönnen. Er ist meistens auch im Besitz einen i-Pods für unterwegs und ist sich bewusst darüber, dass die Musik dort nicht der Qualität entspricht, wie wenn er zu Hause Musik hört, nimmt dies aber in Kauf. Die Industrie hat sich darüber längst Kenntnis verschafft und legt den Vinylalben Gutscheine bei, mit welchen der Käufer auch noch die digitale Version herunter laden kann. Dieser Konsument weiß die Vorteile beider Tonträger – in Abhängigkeit der Situation, in der er sich räumlich befindet – zu schätzen.